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Aufgrund der kontinuierlichen Fortschritte bei den chirurgischen Lasern mit Faseroptik in Kombination mit der weitverbreiteten Nutzung extrem kleiner endoskopischer Geräte, welche Areale erreichen, die mit der Hand oder einem Skalpell völlig unzugänglich wären, ist die Laserchirurgie das ideale Hilfsmittel für Urologen und für die Weiterentwicklung der Endourologie.

Insbesondere Holmium- und Thulium-Laser bieten bessere Ergebnisse mit einem niedrigeren intraoperativen Blutungsrisiko sowie kürzeren Krankenhausaufenthalten und kürzerer Katheterisierung der Patienten. Dadurch sind endoskopische Eingriffe sicherer und weniger invasiv als traditionelle operative Verfahren und offene Operationen.

Endochirurgische Laserbehandlungen bei der BPH

BPH (Benigne Prostatahyperplasie) – Seit den 80er Jahren kommen Laser bei der Behandlung der BPH zum Einsatz: Nach verschiedenen Weiterentwicklungen bei den Strahlquellen und operativen Verfahren gelten heute Holmium-Laser und die noch etwas modernere jüngste Generation der Thulium-Laser als fortschrittlichste Technologie und leistungsstarke Instrumente für endoskopische Prostatektomie-Eingriffe.

Anfangs wurde der gepulste Ho:YAG-Laser mit einer Wellenlänge von 2.100 nm (gut von dem im Gewebe enthaltenen Wasser absorbiert) zur Vaporisation der Prostata mittels HoLAP (Holmium-Laser-Ablation der Prostata), einer leicht zu erlernenden Ablationstechnik, die jedoch insbesondere bei großen Prostatae keine überzeugenden Ergebnisse liefert, verwendet. Später wurde das HoLEP-Verfahren (Holmium-Laser-Enukleation der Prostata) entwickelt: eine Enukleationstechnik, welche, mithilfe eines Morcellators, die Behandlung der BPH unabhängig von der Adenomgröße ermöglicht. In den letzten Jahren hat neben Holmium eine weitere Strahlquelle an Bedeutung gewonnen: der Thulium-Laser. Mit der zweiten Generation der 1,9 µm Thulium-Laser in Kombination mit einer 1.470 nm-Diode nahm die Anwendung des ThuLEP-Verfahrens (Thulium-Laser-Enukleation der Prostata) zu.

Die Systeme MultiPulse HoPLUS und MultiPulse Tm+1470 von Asclepion Laser Technologies GmbH verkörpern den neusten Stand der Technik, der Urologen heutzutage für transurethrale Operationen zur Verfügung steht. Sie ermöglichen die Behandlung jeder Prostata, unabhängig von ihrer Größe, und die Entfernung des Adenomgewebes unter Belassung der chirurgischen Kapsel. Diese Geräte sind hervorragende minimalinvasive, wirksame und sichere Alternativen zur traditionellen TURP und offenen Prostatektomie. Die Prostata-Enukleation mittels Ho:YAG- oder Thulium- + 1470-Diodenlaser geht mit einem geringeren Rezidiv- und Komplikationsrisiko (wie z.B. TUR-Syndrom oder Blutungen während und nach der OP) einher und ermöglicht eine kürzere Katheterisierung sowie kürzere Krankenhausaufenthalte. Dank ihrer ausgezeichneten hämostatischen Wirkung werden sie auch für Operationen bei Patienten mit Herzerkrankungen und Gerinnungsstörungen (z.B. unter Behandlung mit Antikoagulanzien) empfohlen. Darüber hinaus ermöglicht die Nutzung des Morcellators, im Gegensatz zu anderen Verfahren, in jedem Fall die histopathologische Untersuchung des entnommenen Gewebes.

Endoskopische Lithotripsie und Behandlung von Steinen im Harntrakt

Auch für die operative Behandlung von Harnsteinen gibt es heute durch die Weiterentwicklung der Holmium-Laser sicherere, minimalinvasive Alternativen zu traditionellen Lithotripsie-Verfahren.

Aus diesem Grund finden sich in der Produktpalette von Asclepion Laser Technologies GmbH Holmium-Systeme mit speziell für die endoskopische Laser-Lithotripsie entwickelten Faser-Sets, wie z.B. der MultiPulse Ho (35 W) und der MultiPulse HoPLUS (140 W), welche in der urologischen Chirurgie für die Behandlung zahlreicher Erkrankungen zum Einsatz kommen können.

Die verschiedenen Lithotripsie-Verfahren werden je nach Form, Größe, chemischer Zusammensetzung und Lage im Körper des zu behandelnden Steins angewendet. Die Symptome und der Allgemeinzustand des Patienten, wie z.B. das Vorliegen einer Stenose im Harntrakt, sind zwei weitere wichtige Kriterien bei der Auswahl des Verfahrens. Die wichtigsten Vorteile einer Ho:YAG-Strahlquelle, wie sie bei den Geräten MultiPulse Ho und MultiPulse HoPLUS zum Einsatz kommt, sind ihre hohe Effizienz bei sämtlichen Steinarten und das geringe Risiko einer Migration oder Verschiebung der behandelten Fragmente.

Die Ureteroskopie (URS) ist eine geeignete Maßnahme für die operative Behandlung verschiedener Arten von Harnleitersteinen. Demzufolge kann die RIRS (retrograde intrarenale Chirurgie), welche bei Verwendung von Endoskopen der jüngsten Generation auch häufig bei Nierensteinen angewendet werden kann, als Weiterentwicklung der URS angesehen werden. Mit einem flexiblen Ureterorenoskop mit aktiver und passiver Biegung ist es möglich, von hinten in das Nierenbecken zu gelangen.

Keines dieser Verfahren erfordert Inzisionen: Sowohl das Ureteroskop als auch das Ureterorenoskop werden direkt durch die Harnröhre in die Blase, den Harnleiter und schließlich, wenn nötig, in die Nierengänge eingeführt. Das Laserlicht wird über einen flexiblen Lichtleiter, der in das Endoskop eingesetzt wird, übertragen und trifft unmittelbar auf den Stein. Hier sorgt schließlich die vom Holmium abgegebene Energie für die Pulverisierung oder Fragmentierung des Steins. Im ersten Fall werden die Rückstände spontan mit dem Urin ausgeschieden. Im zweiten Fall werden die Fragmente mit einem speziellen Gerät, dem sogenannten „Steinkörbchen“ gesammelt und entfernt.

Die perkutane Nephrolithotomie (PCNL) ist das am häufigsten angewandte Verfahren für größere Nierensteine oder Steine von härterer Konsistenz. Unter Vollnarkose wird ein kleiner Einschnitt in der Flanke des Patienten auf Höhe der Niere vorgenommen, durch den ein Nephroskop eingeführt wird, welches den Laserstrahl in direkten Kontakt mit dem zu fragmentierenden Nierenstein bringt. Nach Abschluss des Eingriffs wird ein spezieller Katheter (sog. Doppel-J-Stent oder Harnleiterschiene) eingesetzt, der die Verbindung zwischen Niere und Blase offenhält, damit der Urin ablaufen kann und es nicht zu Koliken kommt.

Harnröhrenstrikturen

Die Entwicklung effektiverer, nachhaltigerer Behandlungen für Harnröhrenstrikturen mittels minimalinvasiver, sicherer Verfahren ist nach wie vor ein wichtiges Forschungsgebiet. Fibrotische Strikturen der Harnröhre infolge einer Spongiofibrose, welche verschiedene Ursachen haben kann, wie z.B. eine Entzündung oder Verletzung, können nun schnell und wirksam durch eine Thulium- oder Holmium-Laser-Urethrotomie mittels des MultiPulse Ho, MultiPulse HoPLUS oder MultiPulse Tm+1470 behandelt werden. Die Verwendung des Lasers eignet sich für kurze genauso wie für stärker ausgeprägte Harnröhrenstrikturen sowie zur Behandlung eines Harnröhrenverschlusses. Der Laser entfernt das geschädigte Gewebe mit einem sauberen Schnitt ohne Blutungen und ohne zu tiefes Eindringen. Dadurch sinkt das Risiko von lateralen thermischen Schädigungen, Komplikationen, Rezidiven und der Bildung einer postoperativen Fibrose, sodass eine vollständige Wiederherstellung des normalen Harnflusses erzielt werden kann.

Tumoren

Der Laser ist ein hervorragendes chirurgisches Instrument, das in der chirurgischen Onkologie breite Anwendung findet. In der Urologie können Thulium-Laser für die Exzision von Harnröhren-, Blasen-, Harnleiter- und Nierentumoren genutzt werden. Der Einsatz von Wellenlängen, die über eine Faseroptik übertragen werden können, ermöglicht es, diese Eingriffe ganz einfach endoskopisch durchzuführen. Durch entsprechende Anpassung der Parameter wird sowohl beim Schneiden als auch bei der Ablation die optimale Kontrolle gewährleistet. Insbesondere das MultiPulse Tm+1470 System gestattet schnelles Arbeiten mit hervorragender Hämostase und stark reduzierten thermischen Schädigungen am angrenzenden Gewebe (es lässt sich über ein Pedal ganz einfach an die jeweiligen Anforderungen anpassen, indem die beiden Wellenlängen von 1.940 nm und 1.470 nm entsprechend kombiniert werden).

Hauptanwendungen

Enukleation & Ablation der Prostata (d.h. BPH-Behandlung) mittels HoLEP- und ThuLEP-Verfahren | transurethrale und perkutane Lithotripsie | Urethrotomie (Harnröhrenstrikturen) | Exzision von Harnröhren-, Blasen-, Harnleiter- und Nierentumoren | offene, laparoskopische und roboterassistierte Nierenteilresektion

Anwendungsgalerie

Resektion eines Blasentumors

Resektion eines Blasentumors mittels MultiPulse Tm+1470 Lasersystem. Das angewandte Verfahren ermöglichte eine hervorragende Hämostase, begrenzte thermische Schädigungen und geringe Karbonisation des Gewebes.

[Mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. C. Imbimbo – Leiter der chirurgischen Andrologie – Università Federico II, Neapel, Italien]

Zugehörige Produkte

MultiPulse HoPLUS
MultiPulse-HoPlus
Der MultiPulse HoPLUS ist ein Holmium-Lasergerät, das sich durch große Flexibilität und Effizienz auszeichnet – unverzichtbare Eigenschaften für Kompetenzzentren der Endourologie. Er wird sowohl für die operative Behandlung der BPH als auch für endoskopische Lithotripsie empfohlen.
MultiPulse Tm+1470
Der MultiPulse Tm+1470 ist das einzige System, das einen 1.940 nm-Thulium-Laser mit einem 1.470 nm-Diodenlaser kombiniert (max. Leistung 120 W + 30 W), für beste Ergebnisse im OP.
MultiPulse Ho
MultiPulse-Ho-thumb
Der MultiPulse Ho ist ein chirurgischer Holmium-Laser mit einer maximalen Leistung von 35 W speziell für Anwendungen in der Endourologie und weitere Einsatzgebiete. Er ist das Gerät der Wahl für die endochirurgische Lithotripsie zur Behandlung von Harnsteinen und Gallengangsteinen.
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